Ausstieg aus der Verwendung von F-Gasen: Ein Weg zur Eliminierung bis 2050
Autorin: Kravtsova Elizaveta
Die Europäische Union (EU) will die Verwendung von F-Gasen, allgemein bekannt als fluorierte Gase, bis 2050 vollständig verbieten. Grundlage dafür ist die überarbeitete F-Gas-Verordnung, deren Einführung im Januar 2025 begann. F-Gase wurden lange Zeit in der Kältetechnik, Klimatechnik, in Dämmschäumen und in industriellen Anwendungen eingesetzt. Obwohl sie nur einen relativ geringen Anteil an den gesamten Treibhausgasemissionen ausmachen, ist ihr Treibhauspotenzial (GWP) um ein Vielfaches höher als das von Kohlendioxid. Aus diesem Grund arbeiten internationale Entscheidungsträger und die Industrie auf einen vollständigen Ausstieg aus der Verwendung von F-Gasen bis Mitte des 21. Jahrhunderts hin.

Zu den F-Gasen gehören teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFK) und Schwefelhexafluorid (SF₆). Obwohl sie die Ozonschicht nicht direkt schädigen wie ältere Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), zählen sie zu den stärksten klimaschädlichen Chemikalien überhaupt. SF₆ ist beispielsweise über einen Zeitraum von 100 Jahren mehr als 23.000 Mal klimaschädlicher als CO₂. Aufgrund ihrer Persistenz in der Atmosphäre können selbst kleine Lecks langfristige Auswirkungen auf die globale Erwärmung haben.

Die bestehende EU-Gesetzgebung von 2014 hat die Verwendung dieser Gase und Stoffe bereits deutlich eingeschränkt. Die neuen, überarbeiteten Vorschriften werden ihre Emissionen in die Atmosphäre jedoch weiter reduzieren und im Einklang mit dem Pariser Abkommen zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs beitragen.

Die überarbeitete F-Gas-Verordnung verbietet das Inverkehrbringen von Produkten und Geräten mit HFKW in mehreren Kategorien, für die ein Umstieg auf F-Gas-Alternativen als technologisch und wirtschaftlich machbar eingestuft wurde. Dies betrifft bestimmte Haushaltskühlschränke, Kältemaschinen, Schäume und Aerosole. Außerdem legt sie konkrete Termine für die vollständige Abschaffung der Verwendung von F-Gasen in Klimaanlagen, Wärmepumpen und Schaltanlagen fest.
Gestaffelter Ausstieg
Das Verbot fluorierter Gase (F-Gase) wird nicht sofort erfolgen. Stattdessen streben Regierungen und Industrie einen schrittweisen Ausstieg an, da viele Sektoren – von der Kälte- und Klimatechnik bis hin zu Stromnetzen – weiterhin stark von diesen Stoffen abhängig sind.
2020er Jahre – Frühe Reduzierungen
  • Stufenweise Beschränkungen für Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial (GWP) in neuen Produkten.
  • Anreize für kohlenstoffarme Alternativen wie natürliche Kältemittel (CO₂, Ammoniak, Kohlenwasserstoffe) und neue synthetische Kältemittel mit niedrigerem GWP.
  • Entwicklung von Leckageerkennungs- und Rückgewinnungssystemen zur Minimierung von Emissionen.
2030s – Widespread Substitution
  • Es wird erwartet, dass die meisten neuen Klimaanlagen und Kühlsysteme auf klimafreundliche Kältemittel umgestellt werden.
  • Stromnetze, Schwerindustrie und Elektronik werden SF₆ schrittweise durch neue Isoliergase und Vakuumtechnologien ersetzen.
  • Ansätze der Kreislaufwirtschaft – also das Recycling und die Rückgewinnung alter Kältemittel – werden verhindern, dass Altlasten der F-Gase wieder auf den Markt gelangen.
2040er Jahre – Nahezu vollständiger Ausstieg
  • Für die verbleibenden Anwendungen in Nischenbranchen (z. B. Medizin, Verteidigung und Luft- und Raumfahrt) werden spezialisierte Ersatzstoffe mit niedrigem Treibhauspotenzial (GWP) eingesetzt.
  • Die regulatorischen Verbote werden auf die Wartung älterer Systeme ausgeweitet, was einen vollständigen Übergang erzwingt.
  • Groß angelegte Vernichtungsprogramme für alte Lagerbestände werden sicherstellen, dass keine Restemissionen mehr vorhanden sind.
2050er Jahre – Vollständige Eliminierung
  • Bis Mitte des Jahrhunderts wird erwartet, dass die Verwendung von F-Gasen mit hohem Treibhauspotenzial weltweit eingestellt wird.
  • Fortschrittliche Kältemittel- und Isoliertechnologien werden den Markt dominieren.
  • Überwachungs- und Durchsetzungsmechanismen gewährleisten die Einhaltung der Vorschriften und verhindern illegalen Handel oder Missbrauch.
Welche Auswirkungen hat dies auf die Kryotherapiegeräteindustrie?
Das Verbot von F-Gasen wird die Kryotherapiegerätebranche grundlegend verändern und viele Hersteller zwingen, ihre Systeme zu überarbeiten und sich an strengere Vorschriften anzupassen. Cryo Reborn ist jedoch bereits einen Schritt voraus. Unsere Kryokühler, hergestellt von unserem Partner Mirai INTEX, arbeiten mit einer Technologie ohne Treibhauspotenzial (GWP) und kommen somit vollständig ohne F-Gase aus. Dies positioniert uns nicht nur als konformer Hersteller, sondern als Branchenführer und setzt Maßstäbe für nachhaltige, zukunftssichere Kryotherapielösungen. Während Wettbewerber mit kostspieligen Umstellungen konfrontiert sind, ist Cryo Reborn bereit, Innovationen ohne Kompromisse zu liefern.
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